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a storm of hail and fire
29.08.1016 - 19:00
Ridvans Gemächer | Dharan al-Bahr | Matariyya
Ridvan ben Sahid Ilyas El Mansouri

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Ridvan ben Sahid
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#1
Die Sonne war endlich dabei, unterzugehen. Endlich, denn Ridvan konnte das Hell des Tages kaum noch ertragen. Es blendete ihn und dieses grelle Licht ließ ihn oft nicht erkennen, was draußen vor den Toren seines Palastes, in der Stadt und in der Welt vor sich ging. Doch nun, bei Einbruch der Nacht, stand der König an seinen riesigen Fenstern und blickte der Sonne entgegen. Der riesige, rot leuchtende Feuerball am Himmel tauchte alles in seinem Weg in wärmende Farben und Ridvan genoss diesen Augenblick der Stille. Diese Tageszeit war ihm die Liebste. Denn nachts konnten seine Feinde sich in den Schatten verstecken - tagsüber im Grellen. Doch dieses Zwielicht machte alles gleichzeitig sichtbar und unsichtbar. Eigentlich war es unlogisch, aber was bedeutete schon Logik bei einem verbrauchten Geist wie dem von Ridvan?

Vorhin erst hatte ein Mädchen ihm alles gebracht, was Ridvan für die Nacht benötigte. Hauptsächlich waren dies Kräuter, die er verbrennen und deren Dampf er einatmen konnte. Natürlich hatte man ihm aber auch alles andere gebracht - in der Hoffnung, ihn mit irgendetwas verlocken zu können: Wasser, Ziegenmilch, süßer Dattelwein, dünne Brotfladen, Speck, Käse, Gemüse und Früchte jeder Art und Facon. Doch wie so vieles andere, wusste der König auch dies regelmäßig zu verschwenden. Stattdessen hatte er dem Mädchen das Grünzeug entrissen und ihr gesagt, sie solle seinen Adjutanten nach Sonnenuntergang her schicken.

Doch bis dahin stand er an seinem Fenster und blickte über das Vermächtnis seiner Väter, das er fahrlässig in Chaos und Zerstörung gestürzt hatte. Er hörte auf das Rauschen aus der entfernten, hinter großen Stadtmauern liegenden Stadt, das Summen und Aufblitzen von Lichtern. Er versuchte zu erkennen, wie die Gebäude nach und nach wieder erstanden und allmählich Ruhe einkehrte. Die große Flut war nun beinahe schon einen Monat her, doch die Lage hatte sich aus Ridvans Sicht wieder beruhigt. Sicherlich hatten sie die Toten, Menschen und Vieh, von den Straßen geräumt und ins Wasser geworfen. Ebenso die Trümmer. Und nun errichtete sein Volk wieder Neues aus der Asche. Der Gedanke gefiel Ridvan, auch wenn er fernab der Realität war. Er hob die gold gebürstete Schale an, sodass sie beinahe schon sein Kinn berührte. Und dann sog er die Dämpfe der kokelnden Kräuter ein. Gleichzeitig durch Mund und Nase.
Dann atmete er durch den Mund aus und legte entspannt den Kopf in den Nacken.

Nachdem er sich ein wenig beruhigt hatte, zog er sich einen Stuhl an das offene Fenster heran, platzierte diesen zwischen den weiß aufbauschenden Vorhängen, die ihn vor der Mittagshitze schützen sollten und ließ sich darauf nieder. Die Brüstung war weit genug entfernt, sodass er sich vor möglichen Scharfschützen sicher fühlte. Doch einen verzierten Dolch trug er dennoch immer an seiner Seite. Als es klopfte, schloss der König kurz die Augen und wappnete sich für das Kommende. Dinge, die für andere Menschen vollkommen normal waren, empfand Ridvan als anstrengend, als Hindernis. Und darum schottete er sich so weit wie nur möglich von seiner Außenwelt ab. Jeden Tag. "Amon?
Ist das mein Adjutant? ... Schick' ihn rein. Aber niemanden sonst. Und wir wollen nicht gestört werden!"
, rief er seinem diensthabenden Wachtmann zu, dem er scheinbar größtes Vertrauen entgegenbrachte. Immerhin hatte er sich sogar den Namen des Mannes gemerkt.
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a storm of hail and fire - von Ridvan ben Sahid - 07-04-2024, 11:17
RE: a storm of hail and fire - von Ilyas El Mansouri - 11-04-2024, 15:08
RE: a storm of hail and fire - von Ridvan ben Sahid - 16-04-2024, 20:12
RE: a storm of hail and fire - von Ilyas El Mansouri - 22-04-2024, 15:39
RE: a storm of hail and fire - von Ridvan ben Sahid - 09-05-2024, 14:35
RE: a storm of hail and fire - von Ilyas El Mansouri - 02-06-2024, 15:39
RE: a storm of hail and fire - von Ridvan ben Sahid - 30-06-2024, 16:02

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