07-04-2024, 23:45 - Wörter:
Die Jagd war so richtig nach Gareths Geschmack gewesen. Er liebte es auf einem Pferderücken in wildem Galopp über die Felder und Wiesen zu preschen, der Nervenkitzel, wenn sie ein Wild hetzten und zur Strecke brachten. Die Hunde hatten einen jungen Rehbock, welcher sich zu weit aus dem schützenden Dickicht herausgewagt hatte, gewittert und immer weiter weg vom Wald gedrängt. In Panik war er blindlings in die Arme der Jäger gelaufen. Einige Pfeile trafen ihn, doch er war immer weiter gerannt. Gareths Pfeil brachte ihn schließlich zu Fall, die Jäger jubelten, während der blonde junge Mann mit einem breiten Grinsen von seinem Pferd sprang.
Der Fürst schlug ihm anerkennend auf die Schultern und Gareths blaue Augen strahlten vor Glück. „Gut gemacht, Junge!“ Von Tiarnan waren nicht oft Worte des Lobes zu hören, sodass es für seinen Ziehsohn umso wertvoller war, vor den anderen Männern gelobt zu werden. Er fand es nur ein wenig schade, dass Rory nicht dabei war und das mitbekam, denn dieser hätte sich sicherlich mit ihm gefreut. Nun, wahrscheinlich eher nicht, denn der Rothaarige hatte nicht wirklich etwas für die Jagd übrig, geschweige denn für Pferde.
Der Rehbock wurde ausgenommen, die Hunde bekamen die Innereien, dann wurde er auf einem der Pferde festgebunden, bevor sich die Jagdgesellschaft wieder in Richtung Fürstensitz begab. Gareth hatte das Gefühl zu fliegen, so beschwingt saß er auf seinem Pferd. Im wilden Ritt ging es zurück und wie ein Wirbelwind rauschte er in den Burghof und hätte fast einen der Diener über den Haufen geritten, der gerade noch zur Seite springen konnte. Gareth zog so heftig an den Zügeln, dass der Hengst stieg und im selben Augenblick sprang er aus dem Sattel. Heftig schnaubend und zitternd stand das Pferd da, tropfte und dampfte mit Schaum vor dem Mund. Sofort stürzte einer der Stallburschen herbei, um sich um das kostbare Pferd zu kümmern, während der blonde junge Mann innehielt und nachdenklich Richtung Gebäude sah. Als hätte er eine Vorahnung gehabt, kam im nächsten Augenblick einer der Diener auf ihn zu und berichtete ihm, dass die Hohepriesterin angereist sei und ihn zu sehen wünschte.
Seine Hochstimmung bekam einen herben Dämpfer, doch er ließ sich nichts anmerken, sondern betrat den Palast und folgte dem Diener, welcher ihn in den Raum bringen wollte, indem sich seine Mutter aufhielt. Er machte sich keine Mühe, seine Kleidung zu wechseln oder sich irgendwie vorzeigbarer zu machen. So ließ er die blonden Haare zurückgebunden, wobei sich einige Strähnen gelöst hatten und seine Stiefel und die Hose waren schlammbespritzt. Mit vom wilden Ritt erhitzten Wangen betrat der Sohn der Hohepriesterin das Teezimmer und schritt ohne innezuhalten auf die beiden Frauen zu, die es sich an einem der Tische bequem gemacht hatten.
Gareth nickte Muirín zur Begrüßung zu, setzte dann einen besorgten Sohn-Blick auf und wandte sich an Alys. „Mutter! Warum hast du keinen Boten geschickt, dann hätte ich dich angemessener empfangen können. Du musst müde sein von der langen Reise.“ Er beugte sich zu ihr hinab und gab ihr einen Kuss auf die Wange. „Möchtest du dich nicht ausruhen? Soll ich dir ein Gemach herrichten lassen?“
Der Fürst schlug ihm anerkennend auf die Schultern und Gareths blaue Augen strahlten vor Glück. „Gut gemacht, Junge!“ Von Tiarnan waren nicht oft Worte des Lobes zu hören, sodass es für seinen Ziehsohn umso wertvoller war, vor den anderen Männern gelobt zu werden. Er fand es nur ein wenig schade, dass Rory nicht dabei war und das mitbekam, denn dieser hätte sich sicherlich mit ihm gefreut. Nun, wahrscheinlich eher nicht, denn der Rothaarige hatte nicht wirklich etwas für die Jagd übrig, geschweige denn für Pferde.
Der Rehbock wurde ausgenommen, die Hunde bekamen die Innereien, dann wurde er auf einem der Pferde festgebunden, bevor sich die Jagdgesellschaft wieder in Richtung Fürstensitz begab. Gareth hatte das Gefühl zu fliegen, so beschwingt saß er auf seinem Pferd. Im wilden Ritt ging es zurück und wie ein Wirbelwind rauschte er in den Burghof und hätte fast einen der Diener über den Haufen geritten, der gerade noch zur Seite springen konnte. Gareth zog so heftig an den Zügeln, dass der Hengst stieg und im selben Augenblick sprang er aus dem Sattel. Heftig schnaubend und zitternd stand das Pferd da, tropfte und dampfte mit Schaum vor dem Mund. Sofort stürzte einer der Stallburschen herbei, um sich um das kostbare Pferd zu kümmern, während der blonde junge Mann innehielt und nachdenklich Richtung Gebäude sah. Als hätte er eine Vorahnung gehabt, kam im nächsten Augenblick einer der Diener auf ihn zu und berichtete ihm, dass die Hohepriesterin angereist sei und ihn zu sehen wünschte.
Seine Hochstimmung bekam einen herben Dämpfer, doch er ließ sich nichts anmerken, sondern betrat den Palast und folgte dem Diener, welcher ihn in den Raum bringen wollte, indem sich seine Mutter aufhielt. Er machte sich keine Mühe, seine Kleidung zu wechseln oder sich irgendwie vorzeigbarer zu machen. So ließ er die blonden Haare zurückgebunden, wobei sich einige Strähnen gelöst hatten und seine Stiefel und die Hose waren schlammbespritzt. Mit vom wilden Ritt erhitzten Wangen betrat der Sohn der Hohepriesterin das Teezimmer und schritt ohne innezuhalten auf die beiden Frauen zu, die es sich an einem der Tische bequem gemacht hatten.
Gareth nickte Muirín zur Begrüßung zu, setzte dann einen besorgten Sohn-Blick auf und wandte sich an Alys. „Mutter! Warum hast du keinen Boten geschickt, dann hätte ich dich angemessener empfangen können. Du musst müde sein von der langen Reise.“ Er beugte sich zu ihr hinab und gab ihr einen Kuss auf die Wange. „Möchtest du dich nicht ausruhen? Soll ich dir ein Gemach herrichten lassen?“
