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sands of time
05.09.1016 - 20:00
Königspalast | Reichenviertel | Wüste
Amira El Mansouri Ilyas El Mansouri

Unregistered
Amira El Mansouri
Alter
Beruf
Wohnort
Stand
User
#17
Natürlich war es Absicht gewesen den jungen Stallburschen um Hilfe zu bitten, anstatt sich dazu an Ilyas zu wenden. Und auch, wenn dieser scheinbar nicht reagierte und nichts dazu sagte, war sie sich beinahe sicher zu behaupten, dass er jede Muskelbewegung des Jungen beobachtet hatte. Doch wunderte er sich nach letzter Nacht wirklich darüber, dass es ihr widerstrebte mit einem Anliegen, und sei es noch so gering, zu ihm zu kommen? Und dabei ahnte sie nicht einmal, in wie vielen Bereichen er bereits für sie gesorgt hatte. Nicht nur die vorangeschickten Utensilien zur Reise, sondern auch der Kauf des Pferdes nur für ihre Belange. Erst langsam dämmerte der Gedanke, dass die Stute wie schon alles aus der Truhe und womöglich anderes, von dem sie gar nichts wusste, Geschenke waren ohne, dass sie diesen Titel trugen. Sie hätte gerne gefragt, sie hätte ihm gerne gedankt, aber sie waren nicht so weit. Also sollte diese Etappe der Reise wohl eine der schweigsamsten Zeiten werden, die sie jemals mit einem Mann an ihrer Seite verbracht hatte. Ihrer liebsten Mutter wurde zum Gruß die Hand gehoben, ehe sie diese an ihr Herz legte um damit ihre Zuneigung und Dankbarkeit auszudrücken. Hoffentlich, würde sie Haddya bald wiedersehen können.

Amira musste ihr Pferd gar nicht großartig vorantreiben, denn nicht nur, dass die Pferde ohnehin beieinander gehen wollten, schien auch der Hengst immer sicher zu gehen, dass seine neue Weggefährtin in seiner Nähe blieb. Die Pferde schienen sich tatsächlich besser zu verstehen, als ihre Reiter. Und konnte die junge Frau während dem Reiten durch die Stadt noch ihren Blick schweifen lassen und die verschiedenen Eindrücke in sich aufsaugen, als wäre sie eine Fremde in ihrer eigenen Heimat, so wurden die Ausblicke eintöniger mit dem Verlassen der hohen Stadtmauern. Die Dünen glitzerten unter den Sonnenstrahlen wie flüssiges Gold und die Hitze ließ zunehmend die Luft über den obersten Hügeln flimmern, als würde sich die Realität verzerren und etwas anderes dort abbilden wollen; ein Palast, eine Palme, eine Karawane. Manches Mal glaubte sie so etwas zu sehen, und war sich dann im nächsten Moment schon nicht mehr sicher. Und erst, als Ilyas direkt neben ihr aufritt und fürsorglich ihr Tuch zurecht zog, wurde ihr Gefahr, dass sie genau das vernachlässigt hatte. Denn Amira war tatsächlich erst einmal in ihrem Leben, in jüngsten Jahren in der Wüste gewesen und verstand daher wenig von den tatsächlichen Gefahren, die Hitze und Sonne hier draußen ausmachen konnte. Es war nur ein kurzer Blickkontakt, als sie vertrauensvoll die Zügel auf den Hals des Pferdes fallen ließ, und das Tuch fest über ihren Kopf zog, band und ihr Gesicht verhüllte. Gefühlt hätte der entgegen gewehte Sand ohnehin jegliche Unterhaltung unmöglich gemacht, wenn man diesen nicht in den Mund bekommen wollte.

Bereits jetzt schmerzte schon jeder Muskeln. Nicht nur ihr Hintern, sondern auch ihre Beine und ihr Rücken, denn obwohl sie zu reiten gelernt hatte, tat sie es bei weitem nicht so häufig, dass sie einen gestandenen Tagesritt einfach so überstehen würde. Es war unbequem und anstrengend, auch wenn das Tier wirklich feine Gänge verzeichnete und auch die Qualität des Sattels keine Beschwerden zulassen würde. Doch wenn der Körper darauf nicht für diese Art von Bewegung und Anstrengung gemacht war, halfen die besten Voraussetzungen nichts. Aber selbst ihr war klar, dass es sinnlos war ihr draußen nach einer Pause zu fragen. Hier war nichts, hier war Sand. Ausgetretene Stellen könnten zeigen, dass hier regelmäßige Karawanen und Händler ihren Weg suchten, doch nach einer weiteren Böe waren solche Spuren schon wieder verschwunden. Einzelne Begegnungen oder das Kreischen von kreisenden Geiern ließen das Gefühl zurück, als befände man sich hier am Ende der Welt. Sie konnte es kaum erwarten die Nacht zu erleben.

Der Gedanke daran, wie gut man womöglich die Sterne sehen könne, half ihr durchzuhalten und sich nicht zu beschweren. Sich dann aber noch im deutlich höheren Tempo oben zu halten, war eine weitaus größere Herausforderung. Amira leistete sie, aber sie war am Ende des flotten Ritts noch schweißgebadeter als es ein geübter Reiter wäre. Teils am Sattel, teils an der Mähne gehalten, ließ sie das Tier unter Ilyas Führung einfach laufen und hatte mehr provisorisch noch eine Hand am Zügel gehabt, ohne ihn dabei in seinem Griff zu behindern. Doch sie sah das Ziel, die fernen Zelte, die genauso gut eine Fata Morgana hätten sein können wie die Sinneseindrücke zuvor, wenn man nicht von derer Existenz überzeugt war. Aber eine Palme nach der anderen, eine kleine Oase an Grün und Leben inmitten dieser lebensfeindlichen Umgebung, und ihr Blick lag fest darauf wie als würde sie die Sekunden zählen, bis sie dort angekommen waren.

Hier war sie mehr als froh, dass sich Ilyas um alles kümmerte. Um das Erklären ihre Anwesenheit in der kleinen Siedlung, die Versorgung der Pferde und – dass er ihr kurzerhand vom Pferd half, noch bevor sie überhaupt daran gedacht hatte. Der Grund dieser Geste schien ihr so unmissverständlich, dass es den Wert darin aber nicht schmälerte. Vermutlich hätte Amira an dieser Stelle bereits etwas gesagt, wenn sie nicht einen Schritt gemacht und diesen schlagartig bereut hätte. Jeder Muskeln ihrer Beine schrie vor Schmerz und sie stützte sich einen Moment an dem Rücken ihres Pferdes ab, und ihr Hintern fühlte sich so plattgedrückt an wie das Fladenbrot, das er gerade aus der Tasche gezogen hatte. Mit klammem Gang und nicht gerade in der üblichen Schrittgeschwindigkeit folgte sie ihm, löste währenddessen den Knoten ihres Tuchs und zog es langsam über ihren Kopf nach hinten. Sie hatte das Gefühl, als würde an jeder Faser ihres Körpers der Sand kleben und als würde selbst ein Wasserfall daran scheitern das letzte Körnchen zu entfernen.

An ihrem Rastplatz angekommen, ließ sich die junge Frau auf die Knie fallen und stützte sich seitlich mit der Hand auf. Sie wusste nicht, ob sie so schnell wieder würde aufstehen können. Der Blick zu Ilyas, der es vorzog weiterhin schweigend sogar noch seine Augen zu schließen, senkte sich ihr Fokus auf das Brot und die Wasserflasche. „Wie.. wie weit werden wir heute noch reiten müssen?“ Dass ihre Frage gepresst hervor kam, war ihrem schweren Atem geschuldet, als hätte sie soeben ein Wettrennen mit den Pferden selbst liefern müssen. Amira griff nach der Wasserflasche und trank ein, zwei Schluck und wog sie in ihrer Hand um die Menge besser abschätzen zu können. Doch es sollte noch mehr als die Hälfte sein, die sie ihrem Mann entgegen reichte. Er war derjenige von ihnen, der unbeschadet durch die Wüste kommen mussten. Er war der wichtige Soldat mit der wichtigen Mission, und sie musste nur alles dafür tun ihm dabei weder zur Last zu fallen, noch zu behindern. Ein Blick zur Seite und sie erspähte den Schilfhain hinter weiteren Reihen von Palmen, unter denen sich jedoch kaum ein Zelt befand. Als hätte sich die Siedlung näher an der Straße, als an dem kleinen blauen Gewässer orientiert. „Leben hier Krokodile?“ Sie zwang sich ein wenig aufrechter zu sitzen, dehnte leicht den Nacken und schob ihre Schultern zurück, bevor sie zu dem Brot hinab griff um es zu teilen. Noch bevor sie selbst abbiss, reichte sie auch hier eine größere Hälfte ihrem Mann.

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