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I'm shy. Until I get to know you.
09.08.1016 - 15:00
Königliche Gemächer
Lester Stafford Leif Stelhammer

Spoilerwarnung für Charles
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Lester Stafford
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#3

Den großen, starken Winterländer sah auch Lester in seinem nordischen Vetter, auch ohne dieses Schauspiel, das er gerade vor Edgar abzog. Im Gegensatz zu den staunenden Kulleraugen des Fünfjährigen, zeugte der Blick des Kronprinzen eher von skeptischer Vorsicht. Für den Zehnjährigen, der durchaus schon realistischere Erzählungen über die Kämpfe von Hirschen in deren Brunftzeit gehört hatte, war das nicht mehr als eine unsinnige Geschichte, gut genug erzählt, dass der Kleine sie glaubte. Ein Erwachsener, das schloss auch den Hünen vor ihm ein, war in Lesters Augen aber gut beraten, wenn er sich diesem Kampf nicht stellte.

Großartig, danke Edgar. Jetzt lag die Aufmerksamkeit aller Anwesenden mal wieder auf dem Kronprinzen, dabei war sein Ziel das komplette Gegenteil gewesen. Hätte er nicht einfach der Geschichte noch länger zuhören und ihn hier sitzen lassen können? Nein, er musste gleich nach ihm rufen. Das würde er ihm später nochmal erklären, auch wenn es nicht das erste Mal war. Am Ende machte er vielleicht sogar gemeinsame Sache mit seiner Mama. Wäre nichts Neues, dass sie den aufgeschlossenen kleinen Kerl benutze, wohl in der Hoffnung, dass Lester sich etwas davon übernahm.

Der Ausdruck von Verunsicherung wurde im Gesicht des schüchternen Jungen noch einmal größer, als Leif ihm dann unvermittelt ansprach. Das hatte er mit seiner Mama anders besprochen! Kurz ging sein Blick hilfesuchend, aber mit einem Funken an Vorwurf, zu der Frau, der er das hier zu verdanken hatte. So war nicht der Plan! Zurück erhielt er jedoch nur ein ermutigendes Lächeln und ein sanftes, kontinuierliches Drücken und Streicheln seiner Hand. Freda missfiel diese Planänderung ebenso, aber sie wusste, dass das Kind nun einmal in den Brunnen gefallen war. Sie könnte Leif vielleicht vorschreiben -und hätte es am liebsten auch getan -, wie das Treffen mit ihrem Goldjungen ablaufen sollte, aber wie sähe das bloß aus? Sie war froh, dass sie diesen Impuls unterdrücken konnte.

„Eure Majestät.“, brachte Lester dann jedoch, auch wenn vor Ehrfurcht nur sehr zögerlich, hervor und durchbrach damit gleichsam die Stille sowie die Gedanken seiner Mama. „Muss nicht sein.“, piepste er aber gleich darauf, um das direkte Angebot schüchtern abzulehnen. Diese drei Worte hatte er sich irgendwann mal in solchen Situationen angewöhnt, in denen er sich einfach nicht traute, ein Angebot anzunehmen oder sich damit nicht gut fühlte, ohne dabei zu verleugnen, dass er es eigentlich gut fand und gern annehmen würde. Und aus Höflichkeit und Sorge, den Jungen zu weit zu bedrängen, ließen die meisten auch von ihm ab. Leif und seine Mama aber sicher nicht.

„Lester, du brauchst keine Angst haben. Leif tut dir nichts!“, wollte der hin und wieder vor emotionaler Intelligenz strotzende Fünfjährige den deutlich älteren aufmuntern, hatte selbst er das Muster erkannt. „Tante Freda hat gesagt, dass ich nur so lange mit ihm spielen darf, bis du fertig bist, weil er danach nur mit dir allein eine Verabredung hat.“, fuhr der kurze von dem Winterländer begeistert, aber auch mit einem fordernden Unterton, fort. Und wieder, danke Edgar. Dabei hätte Lester gerade so gar nichts dagegen, würde Edgar seinen Willen bekommen und weiter mit Leif spielen dürfen. Sie steckten also tatsächlich unter einer Decke. Genau da würde Lester jetzt auch gern wieder hin. Am liebsten hätte er sich jetzt von seiner Mama die Handschuhe wieder überziehen lassen und wäre in seiner Hängeschaukel unter der Decke, die noch immer etwas nach seinem Papa roch, verschwunden.

Jetzt flüsterte Freda dem Zehnjährigen etwas von Mut, sich trauen und toller Junge in sein Ohr, liebkoste ihn mit einem Kuss auf die Stirn und hielt auch weiter seine Hand. Heute würde sie ihn nicht mit seiner Strategie davonkommen lassen. Lester wusste das auch, er würde hier erst wieder wegkommen, wenn seine Mama, die ihm gerade eine stattliche Herausforderung stellte, ihn aber dabei niemals allein lassen würde, zufrieden war. Und… eigentlich wollte er ja Leif auch kennenlernen. Aleena hatte ihren Gemahl unter anderem als ehrlich und kompromissbereit beschrieben, das klang gar nicht so barbarisch. Lester sah zu seiner Verabredung und betrachtete diese einen Moment lang zweiflerisch, erinnerte sich an die Worte seiner Tante und beschloss der Sache eine Chance zu geben – eine andere Wahl hatte er ja eh nicht. Also nahm er einen weiteren Moment lang all den Mut zusammen, den er aufbringen konnte und atmete dann angestrengt tief aus. „Also eigentlich wäre ich dankbar, wenn ihr mir hälfet, eure Majestät“, brachte er darauf zaghaft aber tatsächlich mit einem seichten Lächeln hervor. Die Königin wirkte zufrieden und flüsterte nach einer kurzen Pause ihrem Kind noch einmal etwas ins Ohr. „Eine Überraschung für Papa. Sie ist schwer und steht in der Werkstatt und soll hoch.“, beantwortete er wohl mehr die Frage seiner Mama, als dabei frei zu sprechen. Immerhin er hatte Leif dabei zumindest angesehen. Und Freda schien sehr stolz über diesen großen Schritt ihres kleinen Prinzen.


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I'm shy. Until I get to know you. - von Lester Stafford - 01-04-2024, 17:16
RE: I'm shy. Until I get to know you. - von Lester Stafford - 12-04-2024, 20:17
RE: I'm shy. Until I get to know you. - von Lester Stafford - 03-05-2024, 17:18

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