16-04-2024, 21:49 - Wörter:
Wie immer hielt sein Vater sich nicht mit unnötigen Dingen auf. Es gab keine besondere Begrüßung, sondern nur die Aufforderung, Platz zu nehmen. Jasper wusste, was sich gehörte und auch wenn er ein aufblitzendes Verdutzen nicht komplett verbergen konnte, bewahrte er insgesamt dann doch die Ruhe, als er zu dem Platz hinüber ging, den sein Vater ihm zugedacht hatte.
Nachdem er Platz genommen hatte, warf Jasper einen Blick auf die Speisen, die bereits bereit standen. Nachdem er für einige Wochen das Mahl mit Soldaten geteilt und die Jahre zuvor auch nur das Essen bekommen hatte, das alle anderen Pagen und Knappen ebenfalls erhielten, kam ihm das hier auch nicht gerade zu wenig vor. Überhaupt war Jasper eher der bescheidene, geerdete Typ Mann, der sich nicht wirklich etwas aus Prunk und Protz und deren Zurschaustellung machte. Er aß ohne nachzudenken einfach das, was man ihm vor die Nase stellte. Natürlich erkannte er da durchaus unterschiede, aber es war nicht so, dass sein Gaumen unbedingt nach besonders erlesenen Speisen verlangte.
Sein Vater erklärte ihm dann, dass er etwas Wichtiges mit ihm zu besprechen hatte. Sofort regte sich Misstrauen in Jasper. Doch diesmal hatte er sein Gesicht besser unter Kontrolle. Er hob einfach nur den Blick in Richtung seines Vaters und hörte diesem aufmerksam zu. Seine Gedanken jedoch rasten. Natürlich. Was war es, das sein Vater mit ihm zu besprechen hatte? Wenn er derartige Geschütze auffuhr, dass weder Joshua noch seine Schwestern anwesend sein durften, musste es ja wirklich Wichtig sein. Jasper erinnerte sich an das letzte ernste Gespräch, das er mit seinem Vater geführt hatte - das war schon über ein Jahr her. Damals hatte er ihm offenbart, dass er eine junge Frau zu ehelichen wünschte. Doch sein Vater hatte zwar ruhig, doch entschieden widersprochen. Jasper hatte sich gefügt - wie immer, wenn sein Vater ein Machtwort sprach. Doch natürlich hatte er Gwendolyn nicht vergessen. Im Gegenteil. Er hatte seine heimliche Tändelei mit ihr fortgeführt... nur eben ohne sie um ihre Hand zu bitten. Doch ... das schien nun nicht mehr wichtig zu sein. Sie war in Spring's Court, er würde Eastergold Meadow in den nächsten Monaten wohl nicht verlassen können.
Was also konnte es sonst sein?
Das Gespräch fing zunächst einmal mit einer harmlos daherkommenden Frage an und Jasper trank zunächst mal einen Schluck Wasser. Er wollte auf jeden Fall nüchtern bleiben. "Die Stadt ist ansprechend - wenn auch der castandorische Stil mir nicht vollkommen zusagt...", antwortete er so belanglos und fast schon gelangweilt, weil er nicht glaubte, dass dies wirklich das war, worüber Alastair sprechen wollte. Doch Jasper fügte sich auch jetzt. "Die Arbeiten an der Stadtmauer gehen gut voran. Mittlerweile glauben wir, alle Fluchtwege in die Stadt und aus ihr heraus zu kennen. Bis auf einen werden alle versiegelt. Der verbleibende wird so hergerichtet, dass die Tore sich nur nach außen öffnen lassen und von außen niemand eindringen kann.
Ich habe mir auch die Taverne bereits angesehen und in deinem Namen Maßnahmen ergriffen, sodass sie hoffentlich bald wieder ihre Türen für die Gäste öffnen kann.
Ich halte es für unerlässlich, die Stimmung in der Stadt durch jede mögliche Maßnahme zu heben.
Vielleicht sollten wir auch einen Tag der Rechtsprechung anbieten - als Ersatz für Mannasad...", breitete er sogleich die Dinge aus, die ihm selbst am Herzen lagen. Natürlich hatten sie während Mannasad andere Dinge zu tun gehabt, als der Stimme des Volkes Raum zu geben. Immerhin hatten sie selbst zu diesem Zeitpunkt noch über den ehemaligen Fürsten Recht gesprochen.
Nachdem er Platz genommen hatte, warf Jasper einen Blick auf die Speisen, die bereits bereit standen. Nachdem er für einige Wochen das Mahl mit Soldaten geteilt und die Jahre zuvor auch nur das Essen bekommen hatte, das alle anderen Pagen und Knappen ebenfalls erhielten, kam ihm das hier auch nicht gerade zu wenig vor. Überhaupt war Jasper eher der bescheidene, geerdete Typ Mann, der sich nicht wirklich etwas aus Prunk und Protz und deren Zurschaustellung machte. Er aß ohne nachzudenken einfach das, was man ihm vor die Nase stellte. Natürlich erkannte er da durchaus unterschiede, aber es war nicht so, dass sein Gaumen unbedingt nach besonders erlesenen Speisen verlangte.
Sein Vater erklärte ihm dann, dass er etwas Wichtiges mit ihm zu besprechen hatte. Sofort regte sich Misstrauen in Jasper. Doch diesmal hatte er sein Gesicht besser unter Kontrolle. Er hob einfach nur den Blick in Richtung seines Vaters und hörte diesem aufmerksam zu. Seine Gedanken jedoch rasten. Natürlich. Was war es, das sein Vater mit ihm zu besprechen hatte? Wenn er derartige Geschütze auffuhr, dass weder Joshua noch seine Schwestern anwesend sein durften, musste es ja wirklich Wichtig sein. Jasper erinnerte sich an das letzte ernste Gespräch, das er mit seinem Vater geführt hatte - das war schon über ein Jahr her. Damals hatte er ihm offenbart, dass er eine junge Frau zu ehelichen wünschte. Doch sein Vater hatte zwar ruhig, doch entschieden widersprochen. Jasper hatte sich gefügt - wie immer, wenn sein Vater ein Machtwort sprach. Doch natürlich hatte er Gwendolyn nicht vergessen. Im Gegenteil. Er hatte seine heimliche Tändelei mit ihr fortgeführt... nur eben ohne sie um ihre Hand zu bitten. Doch ... das schien nun nicht mehr wichtig zu sein. Sie war in Spring's Court, er würde Eastergold Meadow in den nächsten Monaten wohl nicht verlassen können.
Was also konnte es sonst sein?
Das Gespräch fing zunächst einmal mit einer harmlos daherkommenden Frage an und Jasper trank zunächst mal einen Schluck Wasser. Er wollte auf jeden Fall nüchtern bleiben. "Die Stadt ist ansprechend - wenn auch der castandorische Stil mir nicht vollkommen zusagt...", antwortete er so belanglos und fast schon gelangweilt, weil er nicht glaubte, dass dies wirklich das war, worüber Alastair sprechen wollte. Doch Jasper fügte sich auch jetzt. "Die Arbeiten an der Stadtmauer gehen gut voran. Mittlerweile glauben wir, alle Fluchtwege in die Stadt und aus ihr heraus zu kennen. Bis auf einen werden alle versiegelt. Der verbleibende wird so hergerichtet, dass die Tore sich nur nach außen öffnen lassen und von außen niemand eindringen kann.
Ich habe mir auch die Taverne bereits angesehen und in deinem Namen Maßnahmen ergriffen, sodass sie hoffentlich bald wieder ihre Türen für die Gäste öffnen kann.
Ich halte es für unerlässlich, die Stimmung in der Stadt durch jede mögliche Maßnahme zu heben.
Vielleicht sollten wir auch einen Tag der Rechtsprechung anbieten - als Ersatz für Mannasad...", breitete er sogleich die Dinge aus, die ihm selbst am Herzen lagen. Natürlich hatten sie während Mannasad andere Dinge zu tun gehabt, als der Stimme des Volkes Raum zu geben. Immerhin hatten sie selbst zu diesem Zeitpunkt noch über den ehemaligen Fürsten Recht gesprochen.
