06-06-2024, 08:55 - Wörter:
Nicht nur dem König war Beistand zu leisten, sondern selbstredend und überwiegend ihrer Herrin; wenngleich beide ihre Gesellschaft auf unterschiedlicher Art benötigten. Geplagt von den Pflichten der Herrschaft, zahlreichen Sitzungen und Entscheidungen, wurde von Yasirah der unmenschliche Spagat zwischen Mutter, Ehefrau und Regentin verlangt. Amira bewunderte die Frau für ihre Stärke und ihre Fähigkeiten jeder einzelnen Kategorie wahrhaftig gerecht zu werden, doch zugleich umtrieb sie die Sorge. Solch eine Last konnte unmöglich auf Dauer von einem einzigen Menschen gestemmt werden selbst, wenn es sich dabei um eine Königin handelte, und sie würde ihr gern mehr freudige Momente während all der Aufgaben gönnen. Doch weder war es ihr möglich einzelne Pflichten abzunehmen, noch die Umstände zu Yasirahs Gunsten zu ändern.
Stattdessen konnte Amira nicht viel mehr tun, als ein silbernes Tablett auf ihrer linken Hand zu balancieren, auf dem sich zwei Teller befanden. Die Köstlichkeit Briwat darauf dampfend thronend, einmal in einer würzig scharf pikanten Version und einmal süßer als der darin enthaltene Honig, mit überstreutem Sesam. Dazu eine gläserne Karaffe dunklen Rotweins mit zwei Kelchen. An der Tür angekommen, klopfte die junge Frau höflich und trat ein. Während sie durch den Vorraum schritt, deutete sie der anderen Dienerin, die gerade das goldene Dekor sorgfältig reinigte, die Gemächer zu verlassen, was diese mit einem gebeugten Nicken quittierte und der wortlosen Aufforderung dann folgte. Amiras Schritte führten sie weiter in den überdachten Hofbereich, in dem sie die Königin zwischen Kissen und blühenden Blumen verschiedenster Arten auffand, gar weit mehr eine Göttin als eine sterbliche Frau.
„Meine Königin.“ Amira stellte das Tablett in Reichweite auf einen bodennahen Tisch ab und ging auf die Knie, ergriff ergeben die kühlen Hände der Herrscherin und senkte den Kopf für einen Luftkuss darauf. Obwohl diese Geste aufgrund der Vertraulichkeit zwischen ihnen nicht notwendig wäre, blieb es ein immer wieder aufs Neue gern gegebenes Zeichen der Ergebenheit und Liebe. „Ich bin froh, dass Eure Pflichten des Tages vorüber sind. Ich sorge mich um Euer Wohlergehen“, sanft drückten ihre Finger die noch gehaltenen Hände, ehe sie diese los ließ und stattdessen sich auch sitzend zur Seite auf einen der Polster sinken ließ. Amira sah zur Seite und ergriff die Karaffe, füllte sorgfältig einen der Kelche um ihn Yasirah zu reichen. „Ihr tragt eine große Last. Bitte zögert niemals mir aufzutragen, was auch immer Euch Erleichterung bringen kann.“ Mit dem Überreichen des Gegenstands blickte sie ihr in die Augen um die Ernsthaftigkeit und den darin enthaltenen Wunsch ihrer Worte zu unterstreichen. Denn es war keine bloße Lappalie an Schmeichelei, sondern voller Aufrichtigkeit.
Ihre rechte Hand deutete ausladend auf die beiden Teller und doch griff sie noch nicht zu einem der beiden um ihn ihr zu reichen. „Ich habe die Küche angewiesen, die Taschen für Euch besonders stark zu würzen. Doch sollte es Euch belieben, ließ ich ebenso Süßes herrichten.“ Je nach dem, wofür sich die Königin entscheiden würde, würde sie den jeweiligen Teller ergreifen und ihn in Reichweite Yasirahs halten. Wenn sie schon nicht viel tun konnte, dann wenigstens ihre Herrschaften immer gut zu verköstigen und ihnen damit wenigstens einige Minuten der Ruhe und Entspannung zu schenken.
Stattdessen konnte Amira nicht viel mehr tun, als ein silbernes Tablett auf ihrer linken Hand zu balancieren, auf dem sich zwei Teller befanden. Die Köstlichkeit Briwat darauf dampfend thronend, einmal in einer würzig scharf pikanten Version und einmal süßer als der darin enthaltene Honig, mit überstreutem Sesam. Dazu eine gläserne Karaffe dunklen Rotweins mit zwei Kelchen. An der Tür angekommen, klopfte die junge Frau höflich und trat ein. Während sie durch den Vorraum schritt, deutete sie der anderen Dienerin, die gerade das goldene Dekor sorgfältig reinigte, die Gemächer zu verlassen, was diese mit einem gebeugten Nicken quittierte und der wortlosen Aufforderung dann folgte. Amiras Schritte führten sie weiter in den überdachten Hofbereich, in dem sie die Königin zwischen Kissen und blühenden Blumen verschiedenster Arten auffand, gar weit mehr eine Göttin als eine sterbliche Frau.
„Meine Königin.“ Amira stellte das Tablett in Reichweite auf einen bodennahen Tisch ab und ging auf die Knie, ergriff ergeben die kühlen Hände der Herrscherin und senkte den Kopf für einen Luftkuss darauf. Obwohl diese Geste aufgrund der Vertraulichkeit zwischen ihnen nicht notwendig wäre, blieb es ein immer wieder aufs Neue gern gegebenes Zeichen der Ergebenheit und Liebe. „Ich bin froh, dass Eure Pflichten des Tages vorüber sind. Ich sorge mich um Euer Wohlergehen“, sanft drückten ihre Finger die noch gehaltenen Hände, ehe sie diese los ließ und stattdessen sich auch sitzend zur Seite auf einen der Polster sinken ließ. Amira sah zur Seite und ergriff die Karaffe, füllte sorgfältig einen der Kelche um ihn Yasirah zu reichen. „Ihr tragt eine große Last. Bitte zögert niemals mir aufzutragen, was auch immer Euch Erleichterung bringen kann.“ Mit dem Überreichen des Gegenstands blickte sie ihr in die Augen um die Ernsthaftigkeit und den darin enthaltenen Wunsch ihrer Worte zu unterstreichen. Denn es war keine bloße Lappalie an Schmeichelei, sondern voller Aufrichtigkeit.
Ihre rechte Hand deutete ausladend auf die beiden Teller und doch griff sie noch nicht zu einem der beiden um ihn ihr zu reichen. „Ich habe die Küche angewiesen, die Taschen für Euch besonders stark zu würzen. Doch sollte es Euch belieben, ließ ich ebenso Süßes herrichten.“ Je nach dem, wofür sich die Königin entscheiden würde, würde sie den jeweiligen Teller ergreifen und ihn in Reichweite Yasirahs halten. Wenn sie schon nicht viel tun konnte, dann wenigstens ihre Herrschaften immer gut zu verköstigen und ihnen damit wenigstens einige Minuten der Ruhe und Entspannung zu schenken.
