01-07-2025, 11:17 - Wörter:
Eine aufwendige Flechtfrisur zierte den Kopf der jungen Frau, während die hellen Stoffe um ihren Körper geweht wurden. Ein goldfarbene Gürtel hielt den beigefarbenen Stoff an Ort und Stelle, wobei Vanja Neshat nicht besonders bekannt dafür war sehr zugeknöpft zu sein. Ganz im Gegenteil. Doch wenn es keinen spezifischen Plan gab, der einen anderen Mann beinhaltete, war es ihr nicht weiter wichtig viel Haut zu zeigen. Und die Überlegungen für heute schlossen zwar jemand anderen mit ein, aber niemanden, mit dem sie das Bett teilen wollte. Ein Treffen zwischen ihr und einer anderen Frau wurde vor wenigen Tagen vereinbart. Ein einzelner Brief, den Vanja an einen ihrer Sklaven weitergegeben hat, um Zariyah Silk zu treffen. Gar nicht darauf ausgelegt, eine Absage zu erhalten. Ein Termin am heutigen Mittag stand in geschwungener Schrift darauf. Außerdem der gewählte Ort: der Marktplatz von Dharan al-Bhar. Um sie herum das geschäftige Treiben der Marktbesitzer, die alle ihre Waren verkaufen wollten. Stoffe aus feinster Herstellung, Seide, Schmuck, Gewürze und frisches Obst. Dazwischen das hungernde Volk des Sommerlandes. Abgemagert. Krank. Verzweifelt. Und zwischendurch ein bisschen hoffend. Hoffend darauf, dass es jetzt besser wird.
Langsam, wie ein Raubtier, das seine Beute umkreist, tritt die weißhaarige Frau auf den Marktplatz. In einiger Entfernung hinter ihr zwei Männer, die beinahe unbeteiligt Löcher in die Luft starrten, wenn man nicht genau hinsah. Wenn man es besser wusste, konnte man erkennen, dass sie die Gegend genau beobachteten und nach Gefahren für Vanja Ausschau hielten. Auch wenn ihr Mann sicher keine einjährige Staatstrauer ausrufen würde, wenn ihr etwas geschah, so war ihm trotzdem auf verquere Art und Weise an ihrer Sicherheit gelegen. Also bekam Vanja stets zwei Wachmänner zur Seite gestellt, die genau für solche Ausflüge da waren. Wie sie hießen wusste sie nicht und ehrlicherweise war es ihr auch herzlich egal, aber einen Deut Dankbarkeit empfand sie trotzdem manchmal. Nicht immer und in der Regel auch nicht spürbar, aber es zählte doch, was in ihrem Inneren geschah, oder nicht? Immerhin wurden sie ausreichend dafür entlohnt diesem Tätigkeitsfeld nachzugehen. Eine Familie konnten sie damit locker versorgen, was interessierte sie es also, ob Vanja ihre Namen kannte oder nicht.
Wartend, beinahe taxierend, ließ sie ihren Blick über die Menschen auf dem Marktplatz schweifen. Sie hatte keine Ahnung, nach was genau sie Ausschau hielt, doch sie war sich sicher, dass sie es wusste, wenn sie es sah. Eine junge Frau war ihr Ziel. Oder viel mehr das Treffen mit ihr und dem, was sie hoffentlich anbieten konnte. Ungeduldig fuhr sie sich durch die Haare, wich hier und da einem eilenden Menschen aus und verteilte bitterböse Blicke, wenn sie trotzdem jemand streifte. Aufpassen sollten diese Würmer!
Langsam, wie ein Raubtier, das seine Beute umkreist, tritt die weißhaarige Frau auf den Marktplatz. In einiger Entfernung hinter ihr zwei Männer, die beinahe unbeteiligt Löcher in die Luft starrten, wenn man nicht genau hinsah. Wenn man es besser wusste, konnte man erkennen, dass sie die Gegend genau beobachteten und nach Gefahren für Vanja Ausschau hielten. Auch wenn ihr Mann sicher keine einjährige Staatstrauer ausrufen würde, wenn ihr etwas geschah, so war ihm trotzdem auf verquere Art und Weise an ihrer Sicherheit gelegen. Also bekam Vanja stets zwei Wachmänner zur Seite gestellt, die genau für solche Ausflüge da waren. Wie sie hießen wusste sie nicht und ehrlicherweise war es ihr auch herzlich egal, aber einen Deut Dankbarkeit empfand sie trotzdem manchmal. Nicht immer und in der Regel auch nicht spürbar, aber es zählte doch, was in ihrem Inneren geschah, oder nicht? Immerhin wurden sie ausreichend dafür entlohnt diesem Tätigkeitsfeld nachzugehen. Eine Familie konnten sie damit locker versorgen, was interessierte sie es also, ob Vanja ihre Namen kannte oder nicht.
Wartend, beinahe taxierend, ließ sie ihren Blick über die Menschen auf dem Marktplatz schweifen. Sie hatte keine Ahnung, nach was genau sie Ausschau hielt, doch sie war sich sicher, dass sie es wusste, wenn sie es sah. Eine junge Frau war ihr Ziel. Oder viel mehr das Treffen mit ihr und dem, was sie hoffentlich anbieten konnte. Ungeduldig fuhr sie sich durch die Haare, wich hier und da einem eilenden Menschen aus und verteilte bitterböse Blicke, wenn sie trotzdem jemand streifte. Aufpassen sollten diese Würmer!
