Dieses Forum nutzt Cookies
Dieses Forum verwendet Cookies, um deine Login-Informationen zu speichern, wenn du registriert bist, und deinen letzten Besuch, wenn du es nicht bist. Cookies sind kleine Textdokumente, die auf deinem Computer gespeichert sind; Die von diesem Forum gesetzten Cookies düfen nur auf dieser Website verwendet werden und stellen kein Sicherheitsrisiko dar. Cookies auf diesem Forum speichern auch die spezifischen Themen, die du gelesen hast und wann du zum letzten Mal gelesen hast. Bitte bestätige, ob du diese Cookies akzeptierst oder ablehnst.

Ein Cookie wird in deinem Browser unabhängig von der Wahl gespeichert, um zu verhindern, dass dir diese Frage erneut gestellt wird. Du kannst deine Cookie-Einstellungen jederzeit über den Link in der Fußzeile ändern.


from privileged to plundered
07.08.1016 - 15:30
Spring's Court
Eleanor Cherrington Lester Stafford Alden Sutherland

Unregistered
Lester Stafford
Alter
Beruf
Wohnort
Stand
User
#8
Die nächsten Worte der edlen Dame ergründeten dann seine Fragestellung danach, wer gerade von wessen Trost profitierte. Sie hatte ihm also ihre Hand angeboten, damit er sich nicht fürchten musste. Mit Erfolg, wie die Lady an seinem Gesicht ablesen konnte, auch wenn es wohl erst die Versprechungen um ihren Bruder waren, die ihn merklich zur Ruhe brachte. Und das auch nicht, weil er wohl bald hier sein könnte, sondern weil Lester jetzt etwas zum Nachdenken hatte.

Lieber hätte er wieder nach Eleanors Hand gegriffen, das wäre deutlich angenehmer, als von seinem Hauptmann festgehalten zu werden. Es schien zwar mehr unangenehm als schmerzhaft für den Kronprinzen zu sein, wie er gezwungen wurde hinter dem Leibwächter zu bleiben, doch war es etwas, das er definitiv nicht mochte, aber über sich ergehen lassen musste. Auch aus dem Grund, dass man Angst hatte, er würde wegrennen. Ja, er würde gern dieser Situation entfliehen, doch was waren die Alternativen? Das wäre unlogisch. Er wusste jedoch auch, dass er nicht nur einmal – und auch nicht nur vor Schreck - weggerannt war, als er noch jünger war. Aber jetzt war er doch alt genug, oder? Scheinbar dachten die Erwachsenen anders. Seine zweite Hand verblieb deshalb auch am Arm seines Leibwächters, der gern wissen durfte, dass er nicht vor hatte zu türmen. Zum Glück hatte Lester dieses Mal nicht lange in jener Position verharren müssen, denn kaum hatte er genug Zeit gehabt, sich ausgiebig darüber Gedanken zu machen, wer Sebastian war, wie er aussah, wo er sich gerade befand und in welchem Verhältnis er zu Eleanor stand, saß er schon auf dem Sofa des scheinbar fremden Hauses.

Achtsam folgten seinen Augen den Bewegungen der Lady und der Fokus verstärkte sich noch einmal, als er dann ihr Gesicht sah. Jetzt traf ein verwunderter Blick jeweils auf den anderen, verstand er doch nicht, warum sie ihn jetzt so ansah. Hatte er etwas Falsches gesagt? Vielleicht war ihrem Bruder im Krieg etwas zugestoßen und sie hatte sich gerade erst wieder daran erinnert. Oder er verwechselte ihn mit Julian. Nein, die Verwechslung war ausgeschlossen. Sie setzte sich neben ihm. Wieder war er etwas irritiert, hatte er doch mit seiner Hand eindeutig angezeigt, wo er sie bat, sich zu setzen. Sie saß aber so weit weg, dabei fand er sie so nett, dass sie nicht so weit weg sitzen musste. Sonst kamen Menschen ihm immer näher, als es ihm lieb war, aber die Lady tat es nicht. Er musste sie wirklich verärgert haben.

Und wieder traf Irritation sein Gesicht, als sie dann so ausgelassen von ihrem Bruder zu sprechen begann. Sie schien doch nicht verärgert zu sein. Jetzt lächelte Lester unmerklich. Auch seine Mama hatte Sebastian damals anhand seiner Augen beschrieben, als sie ihn Lester das erste Mal auf einem Fest aus sicherer Entfernung gezeigt hatte. Nun konzentrierte sich sein Blick wieder beobachtend auf ihr Gesicht und es war wieder so, als würde er etwas in ihr suchen und verharrte buchstäblich einen Augenblick in dieser durchaus niedlich charmanten Haltung, der man ansehen konnte, wie sich die Gedanken in seinem Kopf wieder überschlugen. Sie hatte dunkle Augen. Aber das war gar nicht das, was für ihn gerade wichtig war. Es war etwas anderes, das er wissen wollte, als er noch immer über Sebastian nachdachte.

„Eure Majestät, edle Dame,“ durchbrach die Stimme der älteren Dame die Ruhe genau in dem Moment, in dem Lester seine Frage stellen wollte. In der Hand hielt sie ein Silbertablett, dass sie für ihr Alter recht geschickt durch den Raum manövrierte und auf dem Couchtisch absetzte. „fühlt euch wie zuhause.“ Behutsam nahm sie zuerst die Teller mit den Kuchenstücken von dem Tablett und platzierte jeweils einen vor Eleanor und Lester. Es folgten Besteck, eine Tasse Milch für Lester sowie eine mit Tee für die Lady und noch ein Teller Kekse, den sie in der Mitte des Tisches stellte.

„Keine Scheu, ihr müsst sicher erschöpft von dem Tumult sein.“, wandte sie sich an Eleanor, bevor sie etwas näher an Lester herantrat. „Eure Majestät, verzeiht die Frage einer alten Frau,“ sprach sie ihn respektvoll an, „aber könnte ihr mir sagen, wie es Alden geht? Ich sorge mich etwas um ihn, wo sein Bruder noch immer im Krieg ist.“ „Er hat heute frei.“, entgegnete Lester recht kühl, wusste er nicht so recht, wie er auf die Sorge der Frau reagieren sollte. „Vielen Dank, eure Majestät. Unglücklich, dass ihr dann gerade heute in solch eine Situation geraten seid. Wäre er nur hier.“, fuhr sie dann fort, wobei sie vom Prinzen nicht die Antwort bekommen hatte, die sie erwartete hatte. Ja, wäre er nur hier. „Nun lasst euch von mir nicht länger stören.“, verabschiedete sie sich wieder und lies ihre nun bewirteten Gäste wieder allein.

„Isolde Prescott“, merkte Lester ungefragt an, nachdem die ältere Dame wieder aus dem Raum war. Als er sie gerade nochmal gesehen hatte, war ihm erst bewusst geworden, wo sie eigentlich waren. Im Haus der Stieftante von Alden, das zufällig in seiner Lieblingsgasse lag, aus der er immer die Bauarbeiten bestaunte. Er war nicht das erste Mal hier. Sein Leibwächter sah den Jungen kurz irritiert an, nachdem dieser scheinbar der einzige war, der wusste, in wessen Haus sie sich befanden, wollte aber keine Fragen stellen, da sich sein Schützling scheinbar wohlfühlte.

Lester setze sich jetzt wieder sehr aufrecht auf die Kante des Sofas und griff nach seiner Milch. Während er trank, fiel ihm wieder ein, dass er etwas wichtiges Fragen musste. Zügig, aber noch immer höchst etikettiert, bis auf die Tatsache, dass jenes Getränk nicht gerade erwachsen galt und soeben auch noch einen seichten Milchbart hinterlassen hatte, setzte er die Tasse wieder ab und sah zu Eleanor. „Hat er euch Briefe gesendet?“, wollte er von Eleanor wissen. Wenn sie sich so gut verstanden, so musste er ihr doch regelmäßig geschrieben haben, wie es auch sein Papa tat.
Neues Inplayzitat
Inplayzitat hinzufügen
Zitat
Folgendes Zitat wird als denkwürdiger Inplay-Moment eingetragen.
 


Nachrichten in diesem Thema
from privileged to plundered - von Eleanor Cherrington - 03-04-2024, 20:39
RE: from privileged to plundered - von Lester Stafford - 04-04-2024, 16:09
RE: from privileged to plundered - von Eleanor Cherrington - 08-04-2024, 19:21
RE: from privileged to plundered - von Lester Stafford - 09-04-2024, 19:23
RE: from privileged to plundered - von Eleanor Cherrington - 14-04-2024, 11:45
RE: from privileged to plundered - von Lester Stafford - 17-04-2024, 17:54
RE: from privileged to plundered - von Eleanor Cherrington - 28-04-2024, 21:46
RE: from privileged to plundered - von Lester Stafford - 30-04-2024, 18:25
RE: from privileged to plundered - von Alden Sutherland - 01-05-2024, 23:53
RE: from privileged to plundered - von Eleanor Cherrington - 18-05-2024, 12:57
RE: from privileged to plundered - von Lester Stafford - 26-05-2024, 21:51

Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste