07-06-2024, 22:16 - Wörter:
Yasirah nahm sich, was sie haben wollte. Es gab genug Gold, Juwelen, Perlenketten und andere Schätze im Schloss, wenngleich sie auch so gut versteckt waren, dass vermutlich nicht einmal die Königin selbst alle wiederfinden würde, als dass sie sich alles auf dieser Welt kaufen konnte, wonach ihr der Sinn stand. Es war ein Leben im völligen Überfluss, während der Rest des Landes hungerte und nach Verwahrlosung stank. Es gab keinen einzigen Moment in ihrem Leben, in dem ihr wahrlich etwas verwehrt worden war. Auch, als sie das erste Mal diesen halbnackten Mann vor ihr mit diesem Hunger in den Augen ansah, hatte sie nur kurze Zeit später bekommen, an was sie in diesem Moment gedacht hatte. Eine Nacht voller Wonne und Zufriedenheit mit diesem wohlgebauten und attraktiven Berater ihres Mannes. Dass ausgerechnet dieser Mann ihr nun eine Zurückweisung entgegenbrachte - mochte sie noch so kurz sein - verärgerte sie für einen Moment. Ihre Stirn zog sich kraus und sie warf einen letzten Blick auf seine Lippen, ehe sie mit einem kurzen Nicken bestätigte, was er gesagt hatte. Obwohl er Recht hatte und obwohl es tausend gute Gründe dafür gab diesen Kuss an der Stelle zu beenden, so siegte trotzdem die Unvernunft in ihrem Herzen. Yasirah ben Sahid, damals noch Al-Fawahir, hat nie auch nur im Ansatz gelernt mit Zurückweisung umzugehen. Und das hier war nicht einmal echte Zurückweisung. Und trotzdem rammte es ihr einen Dolch ins Herz.
Grummelnd bewegte sich die Königin in Richtung Tür, hatte Ismeth für den Moment einfach halbnackt an diesen Tisch gelehnt stehen lassen. ER HATTE RECHT. Und für einen kurzen Moment fragte sich die Königin, ob sie diese Tatsache vielleicht sogar noch mehr störte, als dass er ihren Kuss unterbunden hat. Ein Zucken ihrer Augenbraue war das verräterische Zeichen dafür, dass sie kein absolut herzloser und gefühlskalter Mensch war. Auch wenn diese Gefühle gerade weniger positiver Natur waren. Aber es gab welche. Und es gab sogar positive Gefühle, aber die waren so weit unter der Oberfläche versteckt, dass es ihr selbst manchmal schwer fiel auf diese zuzugreifen. Es war viel zu gefährlich. Die Liebe würde sie alle noch ins Grab bringen. Sowohl ihren Ehemann, als auch ihren Geliebten. Und Yasirah selbst vermutlich auch.
Mit einem beinahe fauchenden Geräusch öffnete sie mit einem Schwung die Holztür, die der einzige Sichtschutz zwischen den beiden sich hoffentlich bald Liebenden war und ihren Bediensteten, die sie mit erschrockenem Blick ansahen. Yasirah versperrte ihnen die Sicht auf das Raumesinnere und stellte sich ihnen demonstrativ in den Weg. Bevor sie auch nur stotternd irgendetwas vorbringen konnte, ertönte ihre donnernde Stimme. "Stellt das Essen auf den Boden und verschwindet wieder! Ich brauche Ruhe!", spie sie ihnen wie ein feuerspuckender Drache entgegen und wartete gar nicht erst darauf, dass sie sich mit zitternden Fingern bückten, um ihrem Befehl nachzukommen. Mit einem lauten Knall fiel die Tür wieder ins Schloss und Yasirah drehte sich zu Ismeth um. Die Verärgerung darüber, dass er ihren Kuss unterbrochen hatte war ihr sicher noch anzusehen, doch sie wusste schon, wie sie diesen Ärger in etwas Gutes umwandeln konnte. Vorausgesetzt ihr absolut anziehender Geliebter würde jetzt nichts total Dummes sagen. Raubtierhaft schlich sie auf ihn zu. Wie ein Puma, der seine Beute taxiert.
Grummelnd bewegte sich die Königin in Richtung Tür, hatte Ismeth für den Moment einfach halbnackt an diesen Tisch gelehnt stehen lassen. ER HATTE RECHT. Und für einen kurzen Moment fragte sich die Königin, ob sie diese Tatsache vielleicht sogar noch mehr störte, als dass er ihren Kuss unterbunden hat. Ein Zucken ihrer Augenbraue war das verräterische Zeichen dafür, dass sie kein absolut herzloser und gefühlskalter Mensch war. Auch wenn diese Gefühle gerade weniger positiver Natur waren. Aber es gab welche. Und es gab sogar positive Gefühle, aber die waren so weit unter der Oberfläche versteckt, dass es ihr selbst manchmal schwer fiel auf diese zuzugreifen. Es war viel zu gefährlich. Die Liebe würde sie alle noch ins Grab bringen. Sowohl ihren Ehemann, als auch ihren Geliebten. Und Yasirah selbst vermutlich auch.
Mit einem beinahe fauchenden Geräusch öffnete sie mit einem Schwung die Holztür, die der einzige Sichtschutz zwischen den beiden sich hoffentlich bald Liebenden war und ihren Bediensteten, die sie mit erschrockenem Blick ansahen. Yasirah versperrte ihnen die Sicht auf das Raumesinnere und stellte sich ihnen demonstrativ in den Weg. Bevor sie auch nur stotternd irgendetwas vorbringen konnte, ertönte ihre donnernde Stimme. "Stellt das Essen auf den Boden und verschwindet wieder! Ich brauche Ruhe!", spie sie ihnen wie ein feuerspuckender Drache entgegen und wartete gar nicht erst darauf, dass sie sich mit zitternden Fingern bückten, um ihrem Befehl nachzukommen. Mit einem lauten Knall fiel die Tür wieder ins Schloss und Yasirah drehte sich zu Ismeth um. Die Verärgerung darüber, dass er ihren Kuss unterbrochen hatte war ihr sicher noch anzusehen, doch sie wusste schon, wie sie diesen Ärger in etwas Gutes umwandeln konnte. Vorausgesetzt ihr absolut anziehender Geliebter würde jetzt nichts total Dummes sagen. Raubtierhaft schlich sie auf ihn zu. Wie ein Puma, der seine Beute taxiert.
